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Freitag, 20. September 2013

Stolpern, Krone richten, weiterlaufen

Nicht jedes Lächeln, was du an mir siehst, ist ein glückliches Lächeln.
Nicht jedes "Ja" was ich antworte, meine ich auch so.
Oft sage ich, ich bin glücklich, nur um weiteren Fragen aus dem Weg zu gehen,
um zu vermeiden, dass andere etwas mitbekommen.
Doch manchmal frage ich mich ernsthaft warum ich immer alles schön rede.
Warum kann ich mir nicht auch mal eingestehen, 
dass es mir beschissen geht,
 dass ich mich allein fühle, 
dass ich traurig oder wütend bin...?
Weil dann meine Umwelt Abstand nimmt.
Wer will denn schon eine Freundin, der es schlecht geht, die jammert und die mit sich nicht klar kommt?
Alle wollen nur die starken Menschen sehen, um zu vergessen, wie schwach sie selber sind.
Jedes "Ja,mir geht es gut" kann ein Hilferuf sein, jedes Lächeln, kann eine Maske sein um die Tränen zu verbergen.
Jedes übertriebene Lachen kann eine Unterdrückung von Schmerz sein.

Ich hab es manchmal so satt, immer alles schön zu reden, 
alles hin zu nehmen, 
was mir nicht passt oder gar verletzt, 
denn der Dank dafür ist ein weiterer Arschtritt.
Wozu bin ich Mensch geworden? 
Wozu bin ich Frau geworden?
Ich will auch mal den Mittelfinger gen Himmel richten und sagen "Fuck You, 
ich hab ein besseres Leben verdient!"



...und dann schminke ich mich frisch, setze mein "Alles ist gut"-Lächeln auf und gehe hinaus, in die grausame Welt, um mir weiter auf meinem Herz herumtrampeln zu lassen...

Mittwoch, 18. September 2013

Altenpflege - ein Tabu-Thema?


Hallo meine lieben Blogger-Freunde,

damit ihr endlich mal wieder was von mir hört, nutz ich meinen Feierabend heute mal nicht zum Lesen, sondern melde mich mal wieder aus dem Schicht-Alltag.
Derzeit lese ich das Buch "Abgezockt und totgepflegt" von Markus Breitscheidel.
In der Pflegebranche ist dieses Buch schon seit Jahren im Umlauf. Jetzt hab ich es auch endlich mal geschafft es mir zu bestellen und verbringe jeden Abend damit, mich durch die knallharten Erlebnisse im Pflegealltag von Herrn Markus Breitscheidel zu lesen. Natürlich lasse ich euch nicht auf dem trockenen sitzen und gebe euch eine Review zu dem Buch, wenn ich es fertig gelesen habe.


Aber mal ehrlich: Pflege/Altenpflege und so weiter war bisher doch immer ein Tabu-Thema.
Ich kenne nur wenige Menschen, die damit wirklich umgehen können und die auch offen über solche Themen reden können, abgesehen von Kollegen, die aus dieser Branche kommen und auch tätig sind.
Ich bin seit 5 Jahren in der Altenpflege tätig und habe schon so einiges gesehen und erlebt. Es gab natürlich viele schöne Momente und auch viele schreckliche Erlebnisse.
Immer wieder wenn man sich mit Freunden oder Bekannten unterhält kommt der Satz: "Das könnte ich nicht"
Aber was können diese Leute nicht?
Einen alten Menschen in seinem Lebensabend täglich begleiten?
Den alten Menschen betreuen, versorgen, pflegen?
Dem alten Menschen Essen reichen, oder ihn waschen, oder ihm die Windeln wechseln?
Viele Menschen bringen das Thema Altenpflege immer mit dem Wechseln von Windeln oder  ich zitiere "den Hintern abwischen", in Verbindung.
Aber hey, Altenpflege bedeutet nicht nur Windeln wechseln und Intimpflege. Natürlich ist das ein großer Bestandteil, des Pflegealltags.
Aber hauptsächlich in der Pflege lernt man viele Menschen und deren Geschichten kennen.
Jeder alte Mensch hat sein Leben gelebt, er hat eine Geschichte, er ist seine eigene Geschichte.

Alt sein ist oft begleitet von krank sein.
Leider gibt es immer häufiger Menschen, die so schwer krank sind, dass sie bereits in jüngeren Jahren Pflege benötigen.

Doch um mal zum Ursprung zurückzukommen: Was machen Altenpfleger überhaupt?
Altenpfleger sind zuständig für die Körperpflege der Pflegebedürftigen.
Darunter zählt bspw. das Waschen, Baden, Duschen,Hautpflege, Ankleiden, Mundpflege, Intimpflege etc.
Je nachdem wie viel Hilfe ein Pflegebedürftiger benötigt.
Altenpfleger kümmern sich darum, dass der Pflegebedürftige je nach körperlichen, geistigen oder Krankheitszustand so gut wie möglich versorgt ist. Außerdem gehört dazu, die regelmäßige Versorgung mit Nahrung und Flüssigkeit, mit den vom Arzt verordneten Medikamenten und so weiter.
Kommunikation und Zusammenarbeit mit Ärzten, Sanitätshäusern, Therapeuten, Angehörigen und vielen anderen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.
Auch die Freizeitgestaltung gehört dazu und noch viele weitere Aufgaben.

Altenpflege ist kein einfacher Beruf, das gebe ich zu, aber es gibt neben all dem Leid, was man täglich sieht auch so schöne Momente, die einem immer wieder zeigen, dass man den richtigen Beruf gewählt hat.
Heute bspw. habe ich im Spätdienst zum Abendbrot eine CD mit alten deutschen Schlagern eingelegt um die getrübte Stimmung ein wenig aufzulockern. Und wie aus Zauberhand fingen einige der Pflegebedürftigen an mit zu singen und im Takt zu klatschen. Einer nach dem anderen wurde angesteckt bis zum Schluss alle mit sangen und klatschten. Diese strahlenden Gesichter und das herzhafte Lachen, wenn jemand etwas zu früh gesungen hatte oder sich versungen hatte...es war einfach toll. Ich mache gerne Faxen mit den alten Menschen, und das kommt bisher auch immer gut an.
So schnell und einfach konnte man den trüben Alltag etwas aufhellen und die Pflegebedürftigen genossen dies in vollen Zügen.

Natürlich gibt es auch die eher nicht so tollen Dinge im Pflegeberuf.
Die mangelnde Zeit, die gesetzlichen Gegebenheiten, die begrenzten finanziellen Mittel,die Unzufriedenheit mancher Pflegebedürftigen, die überarbeiteten Mitarbeiter, das Missverständniss der Angehörigen oder Außenstehenden.
Alles Dinge, die man nicht verleugnen kann, die den Pflegealltag wirklich erschweren.

Aber warum ist Altenpflege immer schon ein Tabu-Thema?
Schon immer war es für Menschen schwer, sich mit Krankheit und Tod auseinander zu setzen, aber gehört, bitter, aber wahr, zum Leben dazu. Jeder Mensch wird einmal sterben. Die einen früher, die anderen später. Die einen friedlich, die anderen durch Krankheit, mehr oder weniger qualvoll.
Der heutige Stand der Medizin, kann vieles verhindern, erleichtern oder hinauszögern.
Medikamente, Therapien, lebenserhaltende Maßnahmen.
Und doch wird jeder sterben.

Es fängt meist schon an, bei der Vorsorge. Welche Familie, egal in welchem Verhältnis zueinander, redet denn offen über Vorsorge im Krankheitsfall oder im Alter? Wer redet offen, über das, was vor und nach dem Tod ist? Ich kenne keinen. Und das ist wirklich sehr schade. Natürlich ist es ein unangenehmes Thema und niemand möchte, dass die engsten Angehörigen oder Liebsten ein Pflegefall werden oder sterben. Doch noch schlimmer ist es, wenn man nicht über Wünsche spricht. Welcher Schwerst-Pflegebedürftige kann denn noch sagen, dass er nicht über eine Magensonde ernährt werden möchte? Wer kann denn noch sagen, dass er nicht beatmet werden möchte?
Oft ist es auch so, dass Angehörige dann entscheiden, was medizinisch gemacht wird.

Meine lieben Leser, ich lege euch eins ans Herz, ihr dürft das nicht unter den Tisch fallen lassen!
Egal ob Oma, Opa, Mama, Papa oder gar ihr selbst.
Vorsorge ist alles und es darf  kein Tabu-Thema sein!
Für genauere Informationen belest euch in dem folgenden Link und seid nicht scheu, eure Angehörigen darauf anzusprechen.
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsrecht




Montag, 9. September 2013

Augen sind das Tor zur Seele

"Schau mir in die Augen, Kleines!"

Es gibt wohl kaum eine romantischere Aufforderung zum intensiven Blickkontakt, als dieser Klassiker aus der Romanze zwischen Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann in "Casablanca". Doch nicht nur im Film schenkt man den Augen eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Auch im täglichen Miteinander wissen wir um die Macht der Augen. Ganz anders klingt da beispielsweise schon der Satz: "Schau mich an,wenn ich mit dir rede". Mit dieser Einleitung weiß der Angesprochene meist, dass er kein hingebungsvolles Liebesgeständis zu erwarten hat.
Die Augen sprechen eine ganz eigene Sprache und spiegeln die manigfaltigen Facetten unserer Gefühlswelt. Daher fixiert der Blick der meisten Menschen automatisch die Augen des Gegenübers.
Denn der Augenkontakt ist eine ganz besonders intensive Form der Verbindung. Nicht selten entstehen die meisten Anbandelversuche zwischen Männlein und Weiblein über Augenflirts.
Innerhalb weniger Sekunden lässt sich hier relativ eindeutig ablesen, ob ein weiteres Bemühen lphnt oder eben nicht. Die Sprache der Augen ist ein universeller Code und selbst dann Verständlich, wenn man kein Wort der jeweiligen Landessprache versteht.
Wenn der Gesprächspartner den Blick meidet oder mit den Augen nur flüchtige Aufmerksamkeit schenkt, erweckt das oft ein unbehagliches Gefühl. Ein solches Kommunikationsverhalten sorgt beim Erzählenden für Verwirrung. Unklar bleibt in dieser Situation häufig der Grund für diese Handlungsweise.
Desinteresse, Schüchternheit, Abneigung, Langeweile - es gibt viele Erklärungen für ein Abbrechen des Blickkontakts.
Die Offenheit des Gesprächs wird so jedoch häufig auf Grund von Unsicherheiten unterbrochen. Den Augenkontakt zu meiden gründet meist im unbewussten Versuch, Kontaktnähe zu reduzieren und damit vermeintliche Berfürchtungen oder Frustrationen abzuwehren, die oftmals eben auch teil der zwischenmenschlichen  Kommunikation sein können.
Passt jedoch das Unterbrechen der  der Blickachse zwischen zwei Gesprächspartnern in die gegenwärtige Situation und wird damit authentisch, dann ist dieses Verhalten grundsätzlich nicht abwegig. Das bewusst herbeigeführtes Unterbrechen des Augenkontakts kann insbesondere im Gespräch über unangenehme Dinge mehr Distanz zum Gesprächsführer und damit auch zum Gesprächsthema herstellen. Dieser Abstand wird beim Gegenüber meist als angenehm empfunden und sorgt auf diese Weise für mehr Sicherheit und Offenheit im weiterführenden Gespräch. 
Beharrliches Wegschauen auf Grund undifferenzierter Unsicherheit jedoch schließt ein produktives Gespräch im Vorfeld aus. Sogenannte "Blickvermeider" lösen bei ihrem Gegenüber ein irritierendes Gefühl aus. Oft hilft es hier, sich deutlich auf die Kommunikationsinhalte zu konzentrieren, als sich über die Kommunikationsart verwirren zu lassen. Im Zweifelsfall kann es einem solchen Gespräch auch gut tun, die Gründe für das unsichere Verhalten des Gesprächspartners zu erfragen, statt sich in irreführenden Interpretationen zu verlieren.
In jedem Fall ist der bewusste Augenkontakt ein integraler Bestandteil zwischenmenschlicher Kommunikation und essentiell um das Gelingen und die Qualität eines Gesprächs zu gestalten. ein klarsichtiger Blick ist ein wertvolles Mittel, um dem eigenen Erscheinen sympathische Aufrichtigkeit und attraktive Entschlossenheit zu verleihen.


Donnerstag, 5. September 2013

Die Sache mit der Liebe...

Die Sache mit der Liebe...für die einen "Ahhh" für die anderen "Ohhhh".

Wer wünscht sich nicht, die große Liebe zu treffen oder hofft sich, die derzeitige Liebe ist es.
Wer träumt nicht von der perfekten,ausgeglichenen Beziehung, wo alles passt, der perfekte Partner, der zu einem steht und einen glücklich macht? Ich kenne keinen. Jeder sehnt sich nach Geborgenheit, nach einer Schulter zum anlehnen, nach einem Partner, der einem den Rücken stärkt, der einem Zuhört und Versteht, nach einem erfüllten Sexleben, und dieses Kribbeln im Bauch, wenn man an diesen Menschen denkt...
Um mal von der Träumerei weg zu kommen: DEN perfekten Partner gibt es nicht! Jeder hat seine Macken und Flauseln, aber die Kunst einer Beziehung ist es, dass beide Partner, egal wie verschieden sie auch sein mögen, sich gegenseitig tolerieren und die Liebe im Vordergrund stehen lassen. Oft habe ich mitbekommen, dass Pärchen sich getrennt haben, weil sie kleinste Dinge die im Leben schief laufen nicht gerade gebogen bekommen.
Ich denke immer an meine Uroma. Meine Uroma war mit meinem Uropa über 40 Jahre zusammen. Sie waren nicht verheiratet, da meine Uroma von ihrem Ehemann und 1. Partner betrogen wurde. Über 40 Jahre lebten beide zusammen, erlebten den 2. Weltkrieg mit, bauten ein Haus und arbeiteten ihr Leben lang sehr schwer. Und sie liebten sich. Sie liebten sich, wie sich zwei Menschen nur lieben konnten. Da hat niemand gefragt, warum, wieso, weshalb. Es war einfach so! Man hatte sich arrangiert. Es gab immer schwere Zeiten und auch mal Streit. Wenn Oma gemeckert hat, ist Opa halt grinsend in die Garage geflüchtet und ne Weile später gab es ein Küsschen und eine Umarmung und alles war wieder gut. Keiner war ewig nachtragend und machte eine riesen Szene draus, wenn etwas schief lief. Sie hielten zusammen, weil sie zusammengehörten. Sie haben Haus und Kinder, sie haben Familie. Als mein Opa starb, brach für meine Oma eine Welt zusammen. Immer wieder stellte sie sich eine Kerze und sein Foto auf den Tisch, wenn sie aß, jeden Tag stellte sie frische Blümchen neben sein Foto und jeden Abend erzählte sie dem Opi, was alles passiert ist am Tag. Und immer wieder sprach sie, als wäre er da...als wäre er neben ihr, nickend und zuhörend, die Zeitung auf dem Schoß, ab und zu ein Blick über die Brille...als wäre alles wie früher...
Liebe, die über den Tod hinausgeht. Meine Omi liebt den Opi noch heute und das obwohl er schon seit 7 Jahren nicht mehr bei uns ist. Bei uns ist er nicht mehr, aber in ihrem Herzen. Und da wird er wohl noch ewig bleiben. 
Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie zwei Menschen gemeinsam ein schweres Leben meistern und sich dabei nie verlieren und sich gegenseitig unterstützen und einander so vertrauen, dass nichts auf dieser Welt sie kaputt machen kann. Und Auch über den Tod hinaus kann Liebe noch bestehen. Auf eine Art Trauerverarbeitung, auf die andere Art einfach nur das Gefühl, dass man nicht alleine ist, obwohl man es ist.
Mein Fazit: Liebe ist unsterblich!


Heutzutage gibt es sehr sehr wenige Menschen, die noch wissen, was wahre Liebe bedeutet. Oft wird nach dem kleinsten Streit, nach der kleinsten Meinungsverschiedenheit, nach kleinsten Problemen, die entstehen sofort aufgegeben, das Handtuch geworfen oder sich noch mehr Probleme gemacht, wo gar keine sind. Traurig mit anzusehen, wie viele Menschen, die sich lieben es einfach nicht auf die Reihe bekommen, glücklich zu sein. Klar gibt es Menschen, die einfach nicht füreinander geschaffen sind, aber vielen ist es auch zu schwer an sich zu arbeiten und sich zu arrangieren. Jeder beharrt stur auf sein Recht. Dabei könnte es so harmonisch sein. Ich muss gestehen, ich verstehe sowas nicht. Da trennt man sich und kommt wieder zusammen und immer wieder und immer wieder. Ich glaube, manche Menschen brauchen das. Sie können gar keine harmonische Beziehung führen, vielleicht ist es der Kick den alle brauchen, weil sonst wäre es ja langweilig....
SCHWACHSINN!
Ich, als normal denkender Mensch will doch Frieden, Ruhe, Harmonie, Spaß und Glück!
Warum also bekommen es andere nicht auf die Reihe???

Ich bin jetzt seit fast 2 Jahren mit meinem Schatz zusammen und ich werd euch sagen, trotz mancher Tiefflüge, die ich in meinem Leben bisher hatte, schaffte er es immer wieder mich in den Himmel zu heben. Viele gemeinsame Stunden haben wir verbracht, einfach nur geredet, oder geschwiegen. Oft hat er mich getröstet. Viel gelacht und einfach Faxen gemacht haben wir.
Auch gestritten haben wir uns, oder mal ignoriert, aber eins weiß ich mit fester Überzeugung, ich liebe ihn! Ich liebe ihn und ich brauche ihn um glücklich zu sein. Er ist mein Gegenstück, mein Latsch und ich die passende Bommel. Ich weiß, dass es immer wieder Höhen und Tiefen geben wird, aber ich weiß, dass ich ihn liebe und egal, was kommt, ich alles dafür tun würde um mit ihm glücklich zu bleiben. *PUNKT*


Donnerstag, 29. August 2013

Think about...


Es gibt diese Tage, wo man denkt, dass niemand einen versteht...

Immer wieder die gleichen Sprüche:
Du schaffst das schon...
Du bist doch stark...
Du hast schon ganz anderes geschafft...
Jammern bringt nichts...
Augen zu und durch...

Alles gut und schön, doch was ist, wenn es irgendwann nicht mehr geht? Wenn man nicht mehr stark genug ist um alles zu schaffen, wenn man nicht mehr anders kann, als jammern, um den Schmerz irgendwie los zu werden? Was ist, wenn man nicht mehr durch will, wenn man die Augen nur noch verschließt um all das Übel nicht sehen zu müssen?

"Stehaufmännchen" hat man zu mir gesagt...und was bringt mir das? Immer wieder in ein Loch zu fallen um dann wieder rauskriechen zu müssen, nur um ins nächste zu fallen?
Keiner sagt, das Leben ist einfach, wenn es so wäre, gäbe es keine Probleme...

Verbissen, verkrampft in Vorstellungen, die mich nach vorn treiben, mich motivieren sollen...und jeder weitere Schritt fällt schwerer.

Manchmal einfach unvorstellbare Wut.
Wut, die alles kaputthauen will, die schreien will, die andere genauso verletzen will, wie man selbst verletzt wird. Wut, die die Sicht auf Dinge nur mit Tunnelblick zulässt. Wut,die scheinbar grenzenlos ist, auf alles, auf jeden, auf ungeklärte Fragen, auf unausgesprochene Situationen, Wut auf die Mitmenschen,die alles locker wegstecken...

Manchmal einfach Einsamkeit, das Gefühl, als wäre man verlassen worden...ein furchtbares Gefühl, immer und immer wieder...

Versagensängste...Fehler...Fehler machen ist menschlich, aber will ich menschlich sein?
Will ich sein, wie andere?
Ich kann nicht perfekt sein, will es aber...wollte es...
Ehrgeiz ist schon vor langer Zeit verloren gegangen...manchmal, da sprüht er aus einem heraus, eine Stichflamme, voller Energie, Zuversicht, Motivation, Hoffnung, Glück...und dann?
Alles wieder schwarz, grau...dunkel und kalt...

Diese Tage, wenn keiner einen versteht, wenn man redet und redet, und keiner zuhört, obwohl er zuhört, wenn man innerlich zerbricht und nach außen hin lächelt, man lächelt ja immer, weil man ja stark ist und alles schaffen kann...