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Mittwoch, 18. September 2013

Altenpflege - ein Tabu-Thema?


Hallo meine lieben Blogger-Freunde,

damit ihr endlich mal wieder was von mir hört, nutz ich meinen Feierabend heute mal nicht zum Lesen, sondern melde mich mal wieder aus dem Schicht-Alltag.
Derzeit lese ich das Buch "Abgezockt und totgepflegt" von Markus Breitscheidel.
In der Pflegebranche ist dieses Buch schon seit Jahren im Umlauf. Jetzt hab ich es auch endlich mal geschafft es mir zu bestellen und verbringe jeden Abend damit, mich durch die knallharten Erlebnisse im Pflegealltag von Herrn Markus Breitscheidel zu lesen. Natürlich lasse ich euch nicht auf dem trockenen sitzen und gebe euch eine Review zu dem Buch, wenn ich es fertig gelesen habe.


Aber mal ehrlich: Pflege/Altenpflege und so weiter war bisher doch immer ein Tabu-Thema.
Ich kenne nur wenige Menschen, die damit wirklich umgehen können und die auch offen über solche Themen reden können, abgesehen von Kollegen, die aus dieser Branche kommen und auch tätig sind.
Ich bin seit 5 Jahren in der Altenpflege tätig und habe schon so einiges gesehen und erlebt. Es gab natürlich viele schöne Momente und auch viele schreckliche Erlebnisse.
Immer wieder wenn man sich mit Freunden oder Bekannten unterhält kommt der Satz: "Das könnte ich nicht"
Aber was können diese Leute nicht?
Einen alten Menschen in seinem Lebensabend täglich begleiten?
Den alten Menschen betreuen, versorgen, pflegen?
Dem alten Menschen Essen reichen, oder ihn waschen, oder ihm die Windeln wechseln?
Viele Menschen bringen das Thema Altenpflege immer mit dem Wechseln von Windeln oder  ich zitiere "den Hintern abwischen", in Verbindung.
Aber hey, Altenpflege bedeutet nicht nur Windeln wechseln und Intimpflege. Natürlich ist das ein großer Bestandteil, des Pflegealltags.
Aber hauptsächlich in der Pflege lernt man viele Menschen und deren Geschichten kennen.
Jeder alte Mensch hat sein Leben gelebt, er hat eine Geschichte, er ist seine eigene Geschichte.

Alt sein ist oft begleitet von krank sein.
Leider gibt es immer häufiger Menschen, die so schwer krank sind, dass sie bereits in jüngeren Jahren Pflege benötigen.

Doch um mal zum Ursprung zurückzukommen: Was machen Altenpfleger überhaupt?
Altenpfleger sind zuständig für die Körperpflege der Pflegebedürftigen.
Darunter zählt bspw. das Waschen, Baden, Duschen,Hautpflege, Ankleiden, Mundpflege, Intimpflege etc.
Je nachdem wie viel Hilfe ein Pflegebedürftiger benötigt.
Altenpfleger kümmern sich darum, dass der Pflegebedürftige je nach körperlichen, geistigen oder Krankheitszustand so gut wie möglich versorgt ist. Außerdem gehört dazu, die regelmäßige Versorgung mit Nahrung und Flüssigkeit, mit den vom Arzt verordneten Medikamenten und so weiter.
Kommunikation und Zusammenarbeit mit Ärzten, Sanitätshäusern, Therapeuten, Angehörigen und vielen anderen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.
Auch die Freizeitgestaltung gehört dazu und noch viele weitere Aufgaben.

Altenpflege ist kein einfacher Beruf, das gebe ich zu, aber es gibt neben all dem Leid, was man täglich sieht auch so schöne Momente, die einem immer wieder zeigen, dass man den richtigen Beruf gewählt hat.
Heute bspw. habe ich im Spätdienst zum Abendbrot eine CD mit alten deutschen Schlagern eingelegt um die getrübte Stimmung ein wenig aufzulockern. Und wie aus Zauberhand fingen einige der Pflegebedürftigen an mit zu singen und im Takt zu klatschen. Einer nach dem anderen wurde angesteckt bis zum Schluss alle mit sangen und klatschten. Diese strahlenden Gesichter und das herzhafte Lachen, wenn jemand etwas zu früh gesungen hatte oder sich versungen hatte...es war einfach toll. Ich mache gerne Faxen mit den alten Menschen, und das kommt bisher auch immer gut an.
So schnell und einfach konnte man den trüben Alltag etwas aufhellen und die Pflegebedürftigen genossen dies in vollen Zügen.

Natürlich gibt es auch die eher nicht so tollen Dinge im Pflegeberuf.
Die mangelnde Zeit, die gesetzlichen Gegebenheiten, die begrenzten finanziellen Mittel,die Unzufriedenheit mancher Pflegebedürftigen, die überarbeiteten Mitarbeiter, das Missverständniss der Angehörigen oder Außenstehenden.
Alles Dinge, die man nicht verleugnen kann, die den Pflegealltag wirklich erschweren.

Aber warum ist Altenpflege immer schon ein Tabu-Thema?
Schon immer war es für Menschen schwer, sich mit Krankheit und Tod auseinander zu setzen, aber gehört, bitter, aber wahr, zum Leben dazu. Jeder Mensch wird einmal sterben. Die einen früher, die anderen später. Die einen friedlich, die anderen durch Krankheit, mehr oder weniger qualvoll.
Der heutige Stand der Medizin, kann vieles verhindern, erleichtern oder hinauszögern.
Medikamente, Therapien, lebenserhaltende Maßnahmen.
Und doch wird jeder sterben.

Es fängt meist schon an, bei der Vorsorge. Welche Familie, egal in welchem Verhältnis zueinander, redet denn offen über Vorsorge im Krankheitsfall oder im Alter? Wer redet offen, über das, was vor und nach dem Tod ist? Ich kenne keinen. Und das ist wirklich sehr schade. Natürlich ist es ein unangenehmes Thema und niemand möchte, dass die engsten Angehörigen oder Liebsten ein Pflegefall werden oder sterben. Doch noch schlimmer ist es, wenn man nicht über Wünsche spricht. Welcher Schwerst-Pflegebedürftige kann denn noch sagen, dass er nicht über eine Magensonde ernährt werden möchte? Wer kann denn noch sagen, dass er nicht beatmet werden möchte?
Oft ist es auch so, dass Angehörige dann entscheiden, was medizinisch gemacht wird.

Meine lieben Leser, ich lege euch eins ans Herz, ihr dürft das nicht unter den Tisch fallen lassen!
Egal ob Oma, Opa, Mama, Papa oder gar ihr selbst.
Vorsorge ist alles und es darf  kein Tabu-Thema sein!
Für genauere Informationen belest euch in dem folgenden Link und seid nicht scheu, eure Angehörigen darauf anzusprechen.
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsrecht




Montag, 9. September 2013

Augen sind das Tor zur Seele

"Schau mir in die Augen, Kleines!"

Es gibt wohl kaum eine romantischere Aufforderung zum intensiven Blickkontakt, als dieser Klassiker aus der Romanze zwischen Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann in "Casablanca". Doch nicht nur im Film schenkt man den Augen eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Auch im täglichen Miteinander wissen wir um die Macht der Augen. Ganz anders klingt da beispielsweise schon der Satz: "Schau mich an,wenn ich mit dir rede". Mit dieser Einleitung weiß der Angesprochene meist, dass er kein hingebungsvolles Liebesgeständis zu erwarten hat.
Die Augen sprechen eine ganz eigene Sprache und spiegeln die manigfaltigen Facetten unserer Gefühlswelt. Daher fixiert der Blick der meisten Menschen automatisch die Augen des Gegenübers.
Denn der Augenkontakt ist eine ganz besonders intensive Form der Verbindung. Nicht selten entstehen die meisten Anbandelversuche zwischen Männlein und Weiblein über Augenflirts.
Innerhalb weniger Sekunden lässt sich hier relativ eindeutig ablesen, ob ein weiteres Bemühen lphnt oder eben nicht. Die Sprache der Augen ist ein universeller Code und selbst dann Verständlich, wenn man kein Wort der jeweiligen Landessprache versteht.
Wenn der Gesprächspartner den Blick meidet oder mit den Augen nur flüchtige Aufmerksamkeit schenkt, erweckt das oft ein unbehagliches Gefühl. Ein solches Kommunikationsverhalten sorgt beim Erzählenden für Verwirrung. Unklar bleibt in dieser Situation häufig der Grund für diese Handlungsweise.
Desinteresse, Schüchternheit, Abneigung, Langeweile - es gibt viele Erklärungen für ein Abbrechen des Blickkontakts.
Die Offenheit des Gesprächs wird so jedoch häufig auf Grund von Unsicherheiten unterbrochen. Den Augenkontakt zu meiden gründet meist im unbewussten Versuch, Kontaktnähe zu reduzieren und damit vermeintliche Berfürchtungen oder Frustrationen abzuwehren, die oftmals eben auch teil der zwischenmenschlichen  Kommunikation sein können.
Passt jedoch das Unterbrechen der  der Blickachse zwischen zwei Gesprächspartnern in die gegenwärtige Situation und wird damit authentisch, dann ist dieses Verhalten grundsätzlich nicht abwegig. Das bewusst herbeigeführtes Unterbrechen des Augenkontakts kann insbesondere im Gespräch über unangenehme Dinge mehr Distanz zum Gesprächsführer und damit auch zum Gesprächsthema herstellen. Dieser Abstand wird beim Gegenüber meist als angenehm empfunden und sorgt auf diese Weise für mehr Sicherheit und Offenheit im weiterführenden Gespräch. 
Beharrliches Wegschauen auf Grund undifferenzierter Unsicherheit jedoch schließt ein produktives Gespräch im Vorfeld aus. Sogenannte "Blickvermeider" lösen bei ihrem Gegenüber ein irritierendes Gefühl aus. Oft hilft es hier, sich deutlich auf die Kommunikationsinhalte zu konzentrieren, als sich über die Kommunikationsart verwirren zu lassen. Im Zweifelsfall kann es einem solchen Gespräch auch gut tun, die Gründe für das unsichere Verhalten des Gesprächspartners zu erfragen, statt sich in irreführenden Interpretationen zu verlieren.
In jedem Fall ist der bewusste Augenkontakt ein integraler Bestandteil zwischenmenschlicher Kommunikation und essentiell um das Gelingen und die Qualität eines Gesprächs zu gestalten. ein klarsichtiger Blick ist ein wertvolles Mittel, um dem eigenen Erscheinen sympathische Aufrichtigkeit und attraktive Entschlossenheit zu verleihen.


Sonntag, 8. September 2013

Achtung! Baustelle Blog!

Hallo meine fleißigen Leser,

wie heut vielleicht bereits aufgefallen, bastel ich an dem Layout meines Blogs herum.
Da ich immer wieder Änderungen vornehme, weil ich nicht ganz zufrieden bin.
Wundert euch also nicht, wenn der Blog mehrmals am Tag anders aussieht ^^

Ich hoffe, dass ich bald das perfekte Layout zusammengebastelt habe und euch mit weiteren Post´s die Freizeit rauben kann. ;)

Liebste Grüße und immer schön frisch bleiben. ^^